Seitennavigation

Kirche 1 web

Erstellt von Thomas Werninghaus
Copyright 2010 - 2016
Email

Website_Design_NetObjects_Fusion
logo evlks

Das Landeskirchenamt stellt sich vor

Wie ist eigentlich die Sächsische Landeskirche organisiert? Wer gehört dazu? Wer leitet sie? Das sind Fragen, die durch die kommenden Strukturveränderungen verstärkt interessieren.

Darum hat der „Eibenstocker Pfarrkonvent“ angeregt, dass sich in diesem Jahr in einer Artikelreihe der Kirchlichen Nachrichten die Oberlandeskirchenräte mit ihrem Aufgabenbereich vorstellen.

Die Reihe eröffnet mit dieser Ausgabe der auch für den Kirchenbezirk Aue zuständige „Gebietsdezernent für das Vogtland und das Westerzgebirge“ Herr Oberlandeskirchenrat Burkhart Pilz – Dezernent für Kinder- und Jugendarbeit, Bildung und Religionspädagogik, Diakonie und soziale Dienste, Kirche und Gesellschaft.

Zuvor soll jedoch ein Schaubild mit Erklärung den strukturellen Aufbau der Sächsischen Landeskirche, vor allem aber deren Leitung und Verwaltung verdeutlichen.

Struktureller Aufbau Sächsische Landeskirche    Die legislative Instanz und Vertretung aller Kirchgemeinden der Landeskirche ist die Landessynode. Sie besteht aus 80 Mitgliedern. Alle sechs Jahre werden von den Kirchenvorständen 60 Mitglieder gewählt, davon 20 Pfarrer und Pfarrerinnen und 40 Laien. Weitere 20 Persönlichkeiten werden von der Kirchenleitung berufen. Der Landesbischof ist der führende Geistliche der Landeskirche und leitet sie – laut Verfassung der Landeskirche – durch Wort und Sakrament.

Die oberste Verwaltungsbehörde der sächsischen Landeskirche ist das Ev.-Luth. Landeskirchenamt Sachsensmit Dienstsitz in Dresden. Das Landeskirchenamt wird vom Präsidenten geleitet, der die Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens rechtlich vertritt. Es ist in acht Dezernate gegliedert, die den Aufgabenbereichen des Amtes entsprechen. Die Dezernatsleiter bilden unter Vorsitz des Präsidenten das Kollegium. Dieses Gremium entscheidet in allen wichtigen Angelegenheiten gemeinsam mit dem Landesbischof, der an der kollegialen Beschlussfassung teilnimmt.

 

 

 

 

Oberlandeskirchenrat Burkhart Pilz

Dezernent für Kinder- und Jugendarbeit, Bildung und Religionspädagogik, Diakonie und soziale Dienste, Kirche und Gesellschaft.

Mein Werdegang: Meine Wurzeln liegen im pietistischen Vogtland, meine wesentliche Prägung habe ich im Vikariat in der Dresdner Neustadt erhalten und elementare pastorale Erfahrungen habe ich in vielen Jahren als Gemeindepfarrer in Bautzen an der schönsten Simultankirche Deutschlands – dem St. Petri Dom Bautzen – sammeln können. Seit 2012 arbeite ich im Landeskirchenamt.

Mein Aufgabengebiet: Dort wo kirchliches Leben mit Kindern und Jugendlichen gestaltet wird, dort wo Bildung Burkhart Pilzgeschieht und die diakonische Seite unserer Kirche sichtbar wird – dort liegen die wesentlichen Zuständigkeitsbereiche meines Dezernates. Zugleich bin ich Gebietsdezernent für die westsächsischen Kirchenbezirke im Vogtland und im Erzgebirge.

Mein Arbeitsalltag: Zu meiner Arbeit gehört es, verschiedene Gestaltungsprozesse in den oben beschriebenen Zuständigkeitsbereichen in Gang zu bringen und zu begleiten. Das bedeutet: beraten, entscheiden, telefonieren, lange und oft sitzen und mit anderen nach Lösungen suchen. Politische Fragen für unsere Kirche (vor allem im Bildungsbereich) muss ich im Blick behalten. Im Dezernat gilt es deshalb, alle Fäden zusammenzubinden. Schön ist es, wenn ich Gemeinden und Schulen besuchen und dort Gespräche führen kann. Aber auch das Predigen gehört zum Glück zu meiner Arbeit, vor allem in „meinem“ Gebiet in Westsachsen. Daher ist mir die A 4 gut bekannt!

Die schönen Seiten: Als schön erlebe ich das Miteinander im Landeskirchenamt und die klugen Ideen von anderen, die mir oft begegnen. Und es ist eine große Bereicherung, etwas tun zu können für junge Menschen in unserer Kirche.

Die schwierigen Dinge: Wenn ich vor Sonnenaufgang das Haus verlasse und am späten Abend zu Hause mit dem Schlüssel des Landeskirchenamtes versuche, meine Haustür zu öffnen, merke ich, dass wieder einmal die Balance nicht ganz stimmt. Die Änderungs-prozesse gewinnen eben auch in der Kirche an Tempo und Tiefe, was oft mühsam ist. Aber andererseits kann ich sagen: Die Mühe lohnt sich auch.

Jenseits der Arbeit: …liebe ich Luft, Weite, Musik, Gesprächsfäden mit Freunden und gute Literatur, vor allem Lyrik.

Meine Buchempfehlung: Die Empfehlung wäre möglicherweise in wenigen Wochen schon eine andere, aber zur Zeit empfehle ich sehr „Meditationen eines Christen – über die Psalmen 1-5“ von Robert Spaemann – ein Buch, welches die große Tiefe und Weite der Psalmen neu erschließt. Die Psalmen werden mir bei der Lektüre wieder einmal unendlich wertvoll als verdichtete und tragende Sprache des Glaubens.

Ein wichtiges Bibelwort: Mein Konfirmationsspruch war mir immer lieb: „Ich schäme mich des Evangeliums von Christus nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die da selig macht alle, die daran glauben.“ Römer 1

[Startseite] [Gottesdienste] [Geistliches Wort] [Geschichte] [Links] [Landeskirchenamt] [Kontakt]